EMOTIONEN SIND UNS NOCH ERLAUBT
Ich weiß nicht mehr, ob es November oder Februar ist.
Manchmal fällt es mir sogar schwer zu erkennen, ob es Tag oder Nacht ist…
Es passiert mir manchmal, dass ich mitten in der Nacht aufwache, mit einem seltsamen Druck auf der Brust, und mich frage, ob ich träume oder ob das alles wahr ist… Mein Tal, mitten in der Wintersaison, der wichtigsten Zeit für uns, ist leer. Wenn uns das vor einem Jahr jemand erzählt hätte, hätten wir es nicht geglaubt, und doch sind wir hier. Wenn ich zu lange darüber nachdenke, fällt es mir schwer, Auswege zu finden, also suche ich die Antworten woanders und wie immer helfen mir einige unverzichtbare Dinge. Meine Familie, meine Heimat und meine Arbeit.
Nie zuvor habe ich den Wert verstanden, zwei Berufe zu haben und die Kostbarkeit, eine Anita mit vielen Facetten zu sein. So blüht mein Geschäft weiter, in einer Zeit, in der in meinem Tal fast alles zum Stillstand gekommen zu sein scheint. Und das verdanke ich Ihnen, meiner Neigung, gegen den Strom zu schwimmen, und der Tatsache, dass ich vor 21 Jahren daran geglaubt habe, dass die Eröffnung einer Schneiderei in einem Touristental mehr eine Herzensentscheidung als eine logische war, aber dass man auf dieses Herz hören musste…
Dank all dem haben sich im Laufe der Jahre viele Dinge entwickelt, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann; aber heute ist aus all diesen winzigen, unendlich kleinen Dingen eine wunderbare Geschichte entstanden, die meine Reise auf eine so zarte und wahrhaftige Weise erzählt, dass ich jedes Mal bewegt bin, wenn ich sie sehe. Ich habe auf meiner Reise viele Menschen getroffen; nicht alle diese Begegnungen hatten ein glückliches Ende und viele haben wirklich wehgetan, aber einige gingen direkt ins Herz und brachten wunderbare Dinge mit sich.
Heute, in einer für jeden von uns auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Zeiten so komplizierten historischen Zeit, möchte ich eine Emotion mit Ihnen teilen. Diesmal keine geschriebene Emotion, sondern eine Emotion, die aus einer unglaublichen Begegnung entstanden ist und durch eine Videoerzählung vermittelt wird, die Nicola Gennari für mich, aber ich denke auch für Sie, erstellt hat. Eine Videoerzählung, die nicht nur von meinen Kleidern mit Dolomiten-Duft handelt, sondern von meiner ganzen Heimat erzählt, und das auf eine so zarte Weise, dass sie direkt ins Herz geht.
Viel Vergnügen